Konversionsflächen rücken in den Fokus

News 18/10/2016
„Wir nutzen den Deutschen Logistik-Kongress, um Mieter, Investoren und potenzielle Neukunden über unsere aktuellen Projektaktivitäten und die jüngsten Marktentwicklungen zu informieren“, sagt Jan Dietrich Hempel, Geschäftsführer der GARBE Industrial Real Estate GmbH. Zahlreiche Ansprechpartner aus Transport und Logistik, die vom 19. bis 21. Oktober 2016 ebenfalls auf dem Kongress in Berlin vor Ort sind, werden dazu in der Lounge der Metropolregion Hamburg (Hotel Intercontinental, Pavillon-Terrasse West) erwartet.
Messestand HanseLounge 2016

 

„Im Markt für Logistikimmobilien ist die Flächenknappheit nach wie vor ein akutes Problem“, verweist Jan Dietrich Hempel auf eine Herausforderung der Branche. Denn durch den hohen Flächenverbrauch sowie die Furcht vor steigenden Verkehrsbelastungen und Bürgerprotesten schrecken viele Kommunen noch immer vor Logistikansiedlungen zurück. Speziell in den Ballungszentren sind Entwicklungsflächen für Logistikimmobilien rar. Jan Dietrich Hempel: „Aktuell rückt deshalb die Konversion ehemaliger Industrieflächen wieder verstärkt in den Fokus der Projektentwickler.“

Befeuert wird dieses Interesse auch durch die veränderten Geschäftsmodelle der großen Onlinehändler. Bestand deren bisherige Strategie zumeist darin, von riesigen, zentral gelegenen Logistikzentren aus ihre Kunden zu beliefern, geht der Trend jetzt zu kleineren Logistikimmobilien in Metropolregionen. Stichwort: Same-day-delivery. Gleichzeitig werden dort Hybridgebäude nachgefragt, aus denen sowohl der Stationärhandel als auch die Onlinekunden beliefert werden können. Bei dieser Nachfrage können Brownfields durch ihre Lage in den Ballungsräumen punkten.

Der Boom im Onlinehandel führt dazu, dass im städtischen Bereich Bestandsgebäude und auch andere Gebäudetypen für Logistikzwecke genutzt werden – manchmal ohne größere Veränderungen. Allerdings: In solchen Hallen befinden sich immer nur Teilsortimente, die unmittelbar verfügbar sein müssen. „Es wird nicht so sein, dass jeder denkbare Artikel in unmittelbarer Nähe zum Kunden oder potenziellen Kunden vorgehalten wird. Da wird es eine Abstufung geben. B- und C-Artikel oder Artikel mit problematischen logistischen Eigenschaften, Abmessungen und Gewichten werden dann auf anderen Wegen zugestellt“, ist sich Jan Dietrich Hempel sicher. Auch aktuelle Nutzungen in ehemaligen Gewerbeimmobilien haben häufig noch Testcharakter – beispielsweise als Low-level-Auslieferpunkte, Kleinst-Depots mit einer Entlademöglichkeit für 7,5-Tonner im Rahmen einer Last-Mile-Logistik oder als Click-und-Collect-Abholstationen.
Etliche der Immobilien, die die GARBE Industrial Real Estate GmbH im Segment der Industrieimmobilien erworben hat, können ebenfalls für solche Zwecke genutzt werden. Jan Dietrich Hempel: „In Berlin-Reinickendorf haben wir zum Beispiel eine ehemalige Munitionsfabrik aus der Kaiserzeit gekauft und entsprechend für eine Mischnutzung umgebaut. Da kann man zum Beispiel kleinflächige Logistikstandorte unterbringen.“